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Nach einer längeren Pause wird es Zeit, sich mal wieder zu Wort zu melden. Ich war sehr beschäftigt die letzten Wochen – ich hatte Besuch, habe selber besucht, war unterwegs, habe fleissig den Frühling genossen, den Balkon aufgeräumt und neue Balkonmöbel ausgesucht, habe gelesen und spaziert, Kaffee getrunken und gequatscht, telefoniert, gebummelt und frühlingsgeputzt, Eis gegessen und im Biergarten und auf dem Balkon gesessen, organisiert und Pläne geschmiedet.

Über Ostern waren wir unterwegs – 3 Tage Schluchtensteig, insgesamt sind wir über 50km gelaufen. Es war wunderschön, das hätte ich gar nicht gedacht, wie gut mir das Wandern gefällt. Es ist unglaublich entspannend, schon nach kurzer Zeit vergisst man die Alltagsprobleme und denkt nur noch an den nächsten Schritt, die nächste Wegkreuzung, die nächste Steigung, den nächsten urig moosbewachsenen Stein, die nächste Flussbiegung, und an das Abendessen. Nach dieser Tour kann ich tatsächlich verstehen, warum pilgern zurzeit so „in“ ist – nicht nur aus religiösen Gründen, sondern auch als Selbsterfahrung. Klar, die Füße schmerzen dann schon etwas am Abend – aber am nächsten Tag ist das ganze dann  schnell wieder vergessen.

Der Schluchtensteig ist wunderschön wild und natürlich und urig. Die Wutach hat sich auf ihrem Weg durch die verschiedenen Gesteinsschichten gegraben, und so erwarten den Wandere hinter jeder Biegung neue Gesteinsformationen. Der Weg ist nicht ganz einfach zu gehen, denn er führt streckenweise direkt am steilen Ufer entlang, bergauf und bergab und über so manche herausstehende Wurzel. Trittsicher und mit anständigen Wanderstiefeln ausgerüstet sollte man also schon sein. An die Tagesetappen, die der Schluchtensteig-Verein vorschlägt (durchschnittlich 20km pro Tag, manchmal deutlich mehr) haben wir uns als untrainierte Wanderer nicht gehalten, sondern zwei Etappen auf 3 Tage verteilt, das war dann gerade richtig. Besonders gut hat mir übrigens die Gauchach-Schlucht gefallen, in die wir einen kleinen Abstecher gemacht haben – die werden wir demnächst ganz sicher nochmal besuchen – und dann warten natürlich noch die übrigen Etappen der Wutachschlucht auf uns!