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Wie schön der Herbst sein kann – in der letzten Woche war beinahe jeder Morgen wie ein Geschenk. Denn letzte Woche fiel mein morgendlicher Weg zur Arbeit genau in die Zeit des Sonnenaufgangs.  Ich fahre im Seehas zur Arbeit  – das ist die kleine S-Bahn, die die Städtchen rund um den Bodensee miteinander verbindet, und Bahnlinie führt an einigen Stellen direkt am See entlang. Es ist einfach wunderwunderschön, wie die ersten Sonnenstrahlen sich unter den Nebelschwaden über dem See durchschleichen, und mit zarten, goldenen Fingern über abgeerntete Felder und bunte Blätter streichen. Für einige Minuten leuchtet alles in goldenen Farben. Ich wünschte, ich hätte die Zeit, in genau diesen magischen 10 Minuten am See zu sitzen und vielleicht ein paar schöne Fotos zu machen. Aber auch so, vom Zug aus, ist so ein Sonnenaufgang wie ein Versprechen für einen guten Tag. Was kann da noch schief laufen? Vielleicht, vielleicht schaffe ich es ja nächstes Wochenende, einmal so früh aufzustehen und mit der Kamera loszuziehen…

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

~ Eduard Mörike, Septembermorgen